TERROIR

Terroir

Unser Ziel

…ist es, sortentypische Weine mit spezifischen Terroirnoten zu erzeugen. Die vorhandenen Kalksteinverwitterungsböden und Lößböden bieten Gelegenheit, die Unterschiede schön heraus zu arbeiten.

Diese Weine müssen entgegen der vorherrschenden Meinung nicht immer trocken sein, auch feinfruchtige oder restsüße Weine liegen Markus am Herzen.

Seit Generationen

Bewährte Traditionen und neuste Erkenntnisse in Sachen Weinbau und Kellerwirtschaft in Einklang zu bringen, das ist unsere Philosophie. Klassiker wie Riesling und Spätburgunder, weltbekannte Rebsorten wie Weißer Burgunder,  Grauer Burgunder oder Chardonnay, Exoten wie Cabernet Cubin und Merlot, aber auch Rebsorten die immer mehr in Vergessenheit geraten wie Kerner, Scheurebe oder Huxelrebe, alles findet Beachtung in unserem Weingut.

Markus

Markus Kohl

„Ein Wein muss schmecken… jede Gelegenheit hat ihren ganz eigenen „Geschmack“. In gemütlicher Runde bevorzugt man manchmal einen ganz anderen Wein als zum Essen. Festlegen, was der Beste ist kann und will ich mich nicht.“ – Markus Kohl

Seine Stationen bis zur Gehilfenprüfung 2003 waren: Wein- und Sektgut Messmer, Burrweiler und das Weingut Eugen Müller, Forst. Im Anschluss studierte er Weinbau und Oenologie an der renommierten Fachhochschule in Geisenheim. Sein berufspraktisches Semester absolvierte er bei Bernhard Huber (Malterdingen) – in einem der führenden deutschen Rotwein-Weingütern.

Bodenprofile

Löss
Löss ist ein windverfrachtetes Sediment, das während der Kaltzeiten im Pleistozän (2,5 Mio bis vor 12000 Jahren) aus den vegetationsfreien Schotterebenen ausgeblasen wurde.
Das schluffreiche Material wurde durch den Wind tlw. mehrere 100 km transportiert bevor es zu Boden sank und häufig eine mehrere Meter mächtige Bodenauflage bildete. Die sich nach den Kaltzeiten bildende Vegetation verhinderte erneute Erosion. Im Gegensatz zu Lee-Hängen sind Luv-Hänge oft lössfrei .
Wie Mergel ist auch Löss ein kalkhaltiges Lockersediment. Der Hauptbestandteil: Schluff ist ein Material, das in seiner Korngröße (0,01 bis 0,005 mm) zwischen Ton und Mergel angesiedelt ist. Durch die kantige Form der Partikel erlangt Löss eine hohe Standfestigkeit , ist bei Starkregen aber sehr anfällig für Erosion(Hohlwege!)
Die meist gelbe tlw. auch rote Farbe ist auf Eisenoxide zurückzuführen.
Lösung und Wiederausfällung von Kalk führt zu sekundären Kalkanreicherungen, die wegen ihrer Form als Lösskindel , Lössmännchen bzw. Lösspuppen bezeichnet werden.
Offizielle Bodenbezeichnung ist ebenso Pararendzina. Bei weinbaulichen Rigolmaßnahmen : Pararendzina-Rigosol.
Durch Verwitterung wird Kalk gelöst und Ton gebildet. Es entsteht „Lösslehm“. Wird der Lössboden nicht gekappt (Erosion) bzw. gestört (durch den Menschen), entstehen in unserem Klima durch fortschreitende Bodenbildung (Verbraunung: Bildung von FeOx und Tonmineralen) Braunerden und danach (Tonverlagerung durch Niederschlag) Parabraunerden
Auf Grund guter bodenchemischer und bodenphysikalischer Eigenschaften sind Lössböden sehr gute Pflanzenstandorte.
Kalkstein
Kalkstein ist ein chemisches, biogenes oder klastisches (Trümmer-) Sedimentgestein aus Calciumcarbonat.
In flachen Meeresbereichen des Mainzer Beckens fanden Kalkalgen beste Lebensbedingungen. Nach ihrem Absterben bildeten sie Riffe.
Nach dem Rückzug des Meeres und Beginn der Bodenbildung wurde durch (sauren) Regen der Kalk gelöst und ausgewaschen. Zurück blieb der unlösliche Anteil des Kalksteins (Residualton), der auf Grund seiner Gehalte an Eisenoxiden oft eine leuchtend rote/orange Farbe aufweist. Quellung und Schrumpfung führte zur Bildung von Bodenaggregaten .
Ein Boden mit diesen Eigenschaften wird als Terra fusca (Kalksteinbraunlehm) bezeichnet.